Antichrist



Genre
Regie
Schauspieler
  • Willem Dafoe
  • Charlotte Gainsbourg

Antichrist: Während sie (Charlotte Gainsbourg) mit ihm (Willem Dafoe) schläft, steigt der kleine Sohn unbemerkt auf die Fensterbank und stürzt in den Tod.

Während er den Tod des gemeinsamen Sohnes einigermaßen verarbeitet zu haben scheint, geht es seiner Frau immer schlechter, bis sie wegen der schweren Depressionen schließlich in eine Klinik kommt. Doch ihr Mann hält nichts von dieser stationären Behandlungsform und holt seine Frau zurück nach Hause. Er glaubt dass ein Aufenthalt in den tiefsten Wälder und die Konfrontation mit den Urängsten seine Frau heilen kann. Doch nach und nach bringen verschiedene, zutiefst verstörende Geschehnisse auch ihn ins Taumeln.

Externe Rezensionen zu Antichrist

Rezension: OFDb.de
6,8 / 10 Punkte (368 Stimmen)
Rezension: IMDb.de
6,7 / 10 Punkte (21,842 Stimmen)
Rezension: Amazon.de
6 / 10 Punkte (61 Stimmen)

Kommentare zu Antichrist

steffen sommer schrieb am 23.10.2009

Wer nicht vor pornographischen Momenten im "Normalkino", vor (ich glaube, das gab es im "Normalkino" schon grausamer) brutalster Gewalt in einer so genannten Zweierbeziehung und vor zum Teil wunderschönen Bildern mit zum Weinen zwingenden (wenn Sie emotional reagieren) Sinninhalten zurückschreckt, hat mit "Antichrist" einen, wie ich glaube (aber ich bin 53 und weiß gar nicht mehr, wie viele Filme ich, überwiegend in Deutschland, bereits gesehen habe) derjenigen Lichtspiele entdeckt, die es möglicher Weise irgendwie so ähnlich oder nahe dran, vielleicht auch wegen der ewigen Diskussion: Was ist Kunst, und warum ausgerechnet im Kino?, "schon mal gab".
Hass auf die Anwesenheit des ("eigenen"?) Kindes in der zur Erfüllung gelangenden Beziehung zum Mann (die Mutter) - oder eine Virusinfektion, die das Kind zum Erdulden von Gewalt durch die Mutter zwingt, die erlöst erscheint, als das Kind nicht mehr lebt? Der Mann nicht als biologischer Vater des Kindes - und damit vielleicht auf die Frau orientiert, deren Willen ausgeliéfert im eigenen Bemühen um Heilung einer offenbar von Satan Befallenen oder aber im Ringen um eigene seelische, geistige und emotionale Klarheit Bemühten, in der sich die Verbrechen der Vergangenheit spiegeln, bis die Frau ihren Helfer anfällt, der die guten Wünsche der Seele seiner Liebsten(?) ignoriert, deren eventuelles Bedürfnis nach heilender Gemeinsamkeit - ohne Verantwortung für andere (hier: das Kind)?
Ein schwer wiegender Film. Nichts für Nachahmungssüchtige. Empfohlen für alle, die so etwas wie eine "Lebenspartnerschaft" beabsichtigen, mit oder ohne Kind(er).
Vor dem Kinobesuch oder der DVD-Vorführung vielleicht nicht so fein zurecht machen und auf Körperreaktionen wie Erbrechen einstellen.


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