steffen sommer schrieb am 27.10.2009
Wie ich aus einer Zeitung erfuhr, soll der Hauptdarsteller dieses Films, also der mit dieser Truppe, die Nazis tötet (wenn sich diese Truppe in einer Kellerbar nicht gerade selbst und noch einige andere über den Haufen schießt) mit seinem Motorrad in L.A. einen Unfall gehabt haben und den, Gott dem Allmächtigen sei Dank! (sonst hätten die Fans dieses begnadeten Darstellers ja nur noch dessen vorherige Filme zu Gesicht bekommen und gar nichts von dem Regisseur Pitt, wie ich auch kürzlich laß) unverletzt überstanden.
Der Film selbst, der meiner Ansicht nach auf noch üblere Gewaltszenen, als die in diesem Film dargestellten, verzichtet, hätte gut daran getan, die jüdische Kinobesitzerin am Leben zu lassen (und einige andere auch) - aber niemand fragt mich, bevor irgendwer einen Film dreht, denn ich hätte und habe auch gute, vielleicht sogar bessere Ideen, einen solchen Film oder einen anderen Film, ja, auch einen Film ohne Pferde - ich war da an diesem Pfingsten auf Poel, und da standen diese Biester einfach so in der Gegend herum auf ihrer schönen Weide direkt am Straßenrand von Timmendorf, und was taten die da? "Ja und was taten die da, Schatz?" - "Ja und was taten die da wohl, Liebling?" - "Na, warteten die darauf, dass Du mal auf denen rumreitest, Schatz, so wie früher mal, Schatz, runter zum Strand, Schatz, zu Gojko Mitic vielleicht, Schatz, um in so einem DEFA-Indianerfilm mitzureiten, Schatz?" - "Nee, Liebling, die standen da nur so rum, Liebling, und warteten vielleicht auf ein Filmteam, Liebling, aber da kam keins an, an diesem Pfingsten auf Poel, Liebling, und die Pferde liefen herum, Liebling, und grasten mal hier und mal da, Liebling..." - "Die standen da nur so rum?..." - "Jaaahhh, Liebling, die standen da nur so rum, Liebling, vielleicht warteten die da auf die Onewomenshow Kiki Bohemia und den unvermeidlichen Thomas Rühmann..." - "Den aus dieser Arztfernsehserie, Schatz, der manchmal auch da in Zollbrücke?..." - "Jaaahhh, der Liebling, denk ich mir so, Liebling, der mit dem Tobias Morgenstern zusammen so schön singen kann, Liebling..." - "Lass mal gut sein, Schatz, ich brat Dir jetzt mal die echt zuckerfreien Chickenwings, Schatz, dann musst Du auch nich mehr so viel rauchen, Schatz, ich geh schon mal in die Küche, Schatz!" - "mmmrrrchahmschmmhhhaaahmmm" ,,, ///
- mal so drehen zu lassen, dass nicht immer die Guten oder einige von denen "ins Gras beißen" müssen, was vielleicht der historischen Wahrheit, und vielleicht auch dem Film "Des Teufels General", entspräche oder entspricht, mir trotzdem nicht gefällt - denn ich meine, Filme, die der historischen Wahrheit entsprechen oder dieser sehr nahe kommen, sollten besser in einem Museumskino laufen, dann weiß man, dass dabei auch die Guten "ins Gras beißen" und denkt sich nicht als argloser Kinogänger wie ich: Ach, ich schau mir mal nen schönen Film an mit dem Pitt, wo die Bösen so richtig aufs Maul bekommen, wie sich das gehört, auch dort, woher ich herkomme, aus Zittau nämlich, einer kleinen aber leider filmisch nicht so recht gewürdigten Stadt im Dreiländereck Deutschland, Polen, Tschechien (im hiesigen Uhrzeigersinn gedacht), die leider (oder ich gehe zu wenig ins Kino) nie in einem wirklich richtig doll schönen Film auftaucht - wie zum Beispiel in, ist so ein Gedanke von mir, "Rübezahl versus Verbraucherus" - einem Heimatfilm mit ganz viel gesundem Herz und ganz viel guter Liebe und ganz viel positivem Menschenverstand - und, natürlich, mit einem echten Happy ohne End, bei dem sich nicht der heimliche Widersacher von Rübezahl dessen Gattin und die Kinder der beiden schnappt, sondern in die Grube fährt, mit riesigem Tamtam, wo der dann für immer bleibt... und dann kriegen stattdessen in diesen der historischen Wahrheit entsprechenden oder dieser sehr nahe kommenden oder derjenigen gar verpflichteten Filmen (auch) die Guten aufs Maul oder bringen sich (auch einander) selbst um - also, das, sowas, muss wirklich nicht sein, auch dann nicht, wenn es um Deutsche geht, die offenbar, wie wohl andere auch, zu Gewalttätigkeit neigen, bevor die gefrühstückt haben - na, und so fort...
Und das Wetter da draußen! Scheußlich, nicht wahr?... Und was treibt eigentlich echte Satane ständig dazu, ganz normalen Nichtschädigerschaften, wie ich, den Tag zu vermießen, auch mit Glücksspielangeboten am Telefon, oder, noch doller, mit mms, die gar keine sind... "Schon wieder, Schatz?" - "Jaaahhh, schon wieder mal, Liebling!" - auf die man antwortet, und schwupps, hat man ne Flatrate am Hals, mit der man, obwohl man, wie ich, das gar nicht will, mit einer "steffi" Internetpoppen übers Handy machen kann - wer, zum Teufel, braucht so nen Scheiß eigentlich, und warum darf man das hierzulande, "Grundgesetzland", eigentlich nicht selbst bestimmen, wenn man, wie ich, bereits mal 18 wurde? - "Da laust mich doch der Affe, Schatz!!! Du wurdest schon mal ACHTZEHN, Schatz?!" - "Ähm ja, Liebling, ich wurde schon mal 18, Liebling, vor mehr als 35 Jahren, Liebling..." - "Und das nervt Dich nich, Schatz?!" - "Nee, Liebling, das nervt mich irgendwie gar nicht, Liebling, denn inzwischen darf ich mir ja einen schönen Zottelbart wachsen lassen, Liebling, außer Du schneidest mir den, wenn ich schlafe, wieder in Einzelteile..." - "SCHAAAHAAHHAATZ!!!" - ".. und tütest die ein und verkloppst die auf irgend einem Trödelmarkt als Barthaare von einem noch lebenden und möglichweise hochbegabten SLS - SPECIAL LOCATION SCOUT..." - "Ja, hab ich das denn schon mal getan, Schatz???!" - "Weiß ich doch nicht, Liebling, ich schlafe doch meist, gaaahhnz tief und fest, Liebling, wie Du doch weißt, Liebling, besonders nach jedem Deiner augezeichneten Essen, Liebling..." ,,, ///
Fragen über Fragen... Na ja, zurück zum Film: Der war echt traurig - wo ich doch dachte, diese Pitt-Truppe räumt von Anfang an und den ganzen Film lang einfach voll doll diese Satane ab und lässt sich nicht selbst umbringen und so... Na ja... Trotzdem, wer auf solche, zum Teil ganz romantischen Filmzitatfilme in einem Filmzitat eines Filmzitatefilms steht, wird sicherlich nicht umsonst ins Kino gegangen sein oder sich den Film bald auf so ner Scheibe... "Ja, Liebling, auf so ner Silberscheibe, auch auf so nen kleinen persönlichen Filmvorführgeräten mit solchen Ohrstöpseln dran... mmmmmmchrrrrschmmmähmschrrrchhmmmhhh" ...angesehen haben können. Und, nun mal ab mit Ihnen/Euch allen zum heutigen MTV-AWARD in die O2-World in Berlin, Capital of Germany! Und viel Spaß dabei! Ich habe leider keine kostenfreie VIP-Karte bekommen, Schade eigentlich...
Wennsjuckt schrieb am 09.03.2010
Einen Film, der in keiner DVD-Sammlung fehlen darf. Und dann, beim Ansehen, bitte folgendes aktibieren: Englische Sprache, und je nach Kenntnissen deutsche oder englische untertitel.
Erst dann kommt man in genuß der Vielsprachigkeit des Filmes: Französische Dialoge, Deutsche, englische und Amerikanische. Und da ist es der Genialität des Regisseurs zu verdanken, der muttersprachliche Schauspieler genommen hat, so das diese Dialoge echt wirken, und nicht "nachgemacht"
Und man mauß wirklich einige Dinge gehört haben: Den Akzent von Brad Pitt (Für unbedarfte Ur-Amerikanisch, für Leute mit ein bißchen mehr Spracherfahrung: Hinterwäldlerdialekt vom Feinsten). Brad ist grandios, und als Hauptdarsteller und eigentlicher Held einer des unsympathischsten "Goog Guys", die ich seit langem gesehen habe. Aber er spielt den unsympahtischen Drecksack mit einer unglaublichen Inbrunst, das man nur fassungslos den Kopf schütteln kann. Die wenigen NAZIs, die er und seine Leute nicht ermorden und skalpieren, werden von ihm gebrandmarkt: Er schneidet ihnen mit seinem Messer ein Hakenkreuz in die Stirn, damit sie auch nach Ablegen der Uniform als Nazis erkennbar sind. Und wenn man ihm danach, in der Kamera-Einstellung der so gezeichnete, "in die Augen" schaut, kommt einem schon das Gruseln darüber, mit welcher Begeisterung er diesem "Hobby" nachgeht.
Aber diese ganze Leistung vergisst man, wenn Christoph Walz loslegt. Zu Beginn "nur" furchteinflössend und erschreckend glaubhaft bösartig, wird er von Auftritt zu Auftritt immer besser. Bis er zum Schluss so unglaublich gut wird, das man nur noch gebannt wor dem Fernseher sitzt.
Nicht nur, weil er seine Gegenspieler oder Opfer mit nahezu perfekten Sprachkenntnissen '(französisch, englisch, italienisch) aus dem Tritt bringt, sondern weil er "der Böse " ist und Brad Pitt eigentlich "der Gute" deutlich sympathischer ist als Letzererer.
Ein geniales Meisterstück von QT, und der OSCAR geht zu Recht an Christoph Waltz.