Oben



Genre
Regie
Schauspieler
  • Christopher Plummer
  • Delroy Lindo
  • Edward Asner
  • Bob Peterson
  • John Ratzenberger
  • Jerome Ranft
  • David Kaye

Oben: "Oben" ist ein Trickfilm über den Rentner Carl Fredericksen, der schon immer davon geträumt hat, eine Weltreise zu machen – doch nie kam es dazu. Als dann seine Frau stirbt nimmt er dies zum Anlass, seine Pläne endlich auch in die Tat umzusetzen, denn zu Hause hält ihn nichts mehr.

Darüber hinaus haben es Immobilienhaie auch noch auf sein Grundstück abgesehen und so macht er sich kurzerhand samt seinem Haus und einem Heißluftballon auf seine große Reise. Doch an Bord ist auch noch ein blinder Passagier – der Schokoladenliebhaber und etwas pummelige Pfadfinder Russell. Ein heftiger Sturm treibt die beiden dann bis nach Südamerika, wo sie von einem Abenteuer ins nächste geraten.

Bilder von Oben

Externe Rezensionen zu Oben

Rezension: eayz.net
10 / 10 Punkte
Rezension: Amazon.de
9 / 10 Punkte (118 Stimmen)
Rezension: IMDb.de
8,4 / 10 Punkte (112,522 Stimmen)
Rezension: OFDb.de
7,4 / 10 Punkte (514 Stimmen)

Kommentare zu Oben

steffen sommer schrieb am 06.11.2009

Es waren einmal zwei ehrenwerte Kindschaften, die, wie es Gott der Allmächtige manchmal so will, auf recht abenteuerliche Weise zueinander fanden und die dann bemerkten, dass sie irgendwie ganz normal und gut zu einander passen, obgleich der Junge ein wenig schüchtern war, wenn er mit dem Mädchen zu tun hatte (mehr davon ist tatsächlich in diesem Film zu sehen), und die hatten... "Ja, da hatten die eben, nicht wahr, Schatz?" ...einen gemeinsamen Traum: gemeinsam nach dem geheimnisvollen Südamerika gelangen, an einen überaus geheimnisvollen Ort, an dem der Junge, aus dem später ein Mann wurde, sein verschollen geglaubtes Idol, einen Forscher und Weltreisenden, finden mochte, und an dem das Mädchen, aus der später eine Frau wurde, die bezaubernd schöne Landschaft entdecken mochte, gemeinsam mit ihrem Ehemann, natürlich, denn die beiden hatten im Laufe ihrer Liebe doch tatsächlich einander und nicht irgendwen sonst geehelicht... "So wie wir beide eben, nicht wahr, Schatz?!" - "Ja, Liebling, wie wir beide eben." ...und immer wieder viel Geld gespart, das leider für andere Dinge drauf ging. Doch sie liebten einander weiterhin inniglich und ließen, den damaligen Widrigkeiten ihres Leben mutig trotzend, niemals von ihrem gemeinsamen Traum ab. Auch damals war Satan, der übelste Unhold überhaupt, unterwegs, um das Leben friedlicher Nichtschädigerschaften zu zerstören, wo er das konnte (Gott dem Allmächtigen sei es auf ewig gedankt, dass Satan in diesem Film nicht als er selbst mitanimiert wurde), und so kam es dazu, dass die Frau kein Kind gebären konnte und starb, bevor sich der auch schwer erkrankte Mann eines Tages etwas einfallen ließ, um seinem Leben inmitten einer Großbaustelle oder im Altenheim selbst einen neuen Weg zu geben - mit ganz vielen mit Gas gefüllten Luftballons und dem Glück des Mutigen und Ehrlichen und Tüchtigen und sehr, sehr viel Gottvertrauen (natürlich nicht auf Satan!) begibt er sich samt dem kleinen schönen Häuschen der beiden auf dem Luftweg zu dem Ort, den beide gemeinsam zu finden gehofft hatten und an dem beide an schönes, von Plagen freies, eigenes, selbstbestimmtes Leben in wahrer Liebe und Gemeinsamkeit miteinander gestalten mochten.
Ein wunderschöner Film über die Liebe, der auch ein gutes Filmende hat, und mich auf einen Teil 2 hoffen lässt, in dem Gott der Allmächtige die beiden Liebenden zueinander führt, gesünder, an Jahren der Trennung nicht zerbrochen und das gemeinsam erhoffte Miteinander an dem Ort selbst gestalten könnend, an dem es in diesem Film gelingt, das Häuschen der beiden genau dort "zu parken", direkt an einem faszinierenden Wasserfall, der sich von einer Hochebene aus in ein weites, bezauberndes Tal ergießt, in dem es nur so sprießt und grünt (sogar in diesem Animationsfilm!), dass das friedliche menschliche Auge seine Freude daran hat, an dem sich die beiden ihr neues, schönes, eigenes zu Hause gewünscht hatten.
In diesem überaus bezückenden Film wirken weiterhin mit: ein kleiner Junge mit sehr viel Widerspenstigkeit, den dessen Eltern irgendwie vergessen zu haben scheinen (was in einer Großstadt, wie der in diesem Film, offenbar vorzukommen scheint), und der dann, seinen Auftrag erfüllend, aber nicht von den Wegflugabsichten des gealterten Mannes wissend, im fliegenden Häuschen mit muss und sich hier und da tatsächlich nützlich macht, und der im Laufe der Geschichte zu einem echten Helden heranreift; ein absoluter Ausnahmehund in einer Meute böser, gefährlicher, abgerichteter "Streuner", die sich das verschollen geglaubte Idol des "fliegenden Rentiers" im Luftschiff mitgenommen hat, mit dem dieses Idol keineswegs "im Urwald verschollen" ist, wie man anfangs glaubt, sondern ebenda etwas ganz bestimmtes gesucht hat - etwas, das dieses Idol zuvor nicht gefunden hatte und das zu suchen und doch selbst zu finden sich dieses Idol noch einmal nach Südamerika aufgemacht hatte, mit einem riesigen Zeppelin - der dann, glücklicher Weise, zuvor jedoch hart umkämpft, den "fliegenden Rentier", den Jungen und einige Hunde zurück, wohl nach Europa, bringt; ein äußerst seltsam anmutender bunter Großvogel mit drei Vogelkids, die, wie der Großvogel selbst, stets in Gefahr gebracht werden von den auf absolut böse getrimmten Hunden dieses "Idols" (bis auf den ganz doll lieben und wirklich tapsig daher kommenden, einen sehr wuschlichen Hund).
Sicherlich: auch ein Film für die ehrenwerten Kindschaften, die es emotional aushalten können, dass ausgerechnet diese sehr liebenswerte Frau des "Hauptdarstellers" verstirbt (was aber nicht thematisiert wird); dass aus dem einst so gefeierten Idol (das in jungen Jahren "gemobbt" wurde) ein möglicher Weise dadurch offensichtlich sehr böser, sehr hinterlistiger und durchaus wehrhaft rüstiger, gieriger Alter wurde; dass nicht mehr von dem wunderbunten Großvogel und dem überaus lieben Hund gezeigt wird - und, last but not least, dass es schon 2009 ist und die ehrenwerte Kindschaft wohl weiterhin darauf warten muss, mal mit Onkel Steffen... "Das bist dann wohl Du selbst, Schatz, nicht wahr?" - "Ja, Liebling, ich denke mir, das bin ich dann wohl selbst, ganz ohne diesen unerträglichen Terror gegen mich durch Unbekannt, wegen dem ich inzwischen die Berliner Polizei informiert habe mit der Bitte, diesem Terror ein bleibendes Ende zu bereiten - mit Hilfe der Internetwache der Berliner Polizei, vom Computer aus, Liebling." - "Gut so Schatz, dann können wir vielleicht mal miteinander unausgespäht telefonieren oder auch gemeinsam ins Kino gehen, vielleicht auch in Anwesenheit der von Dir so oft zitierten ehrenwerten Kindschaft, Schatz?" ...in ein richtig doll großes Kino zu gehen, um auf einer richtig doll großen Leinwand einen richtig doll großen Kinofilm erleben zu können.
Viel, viel Freude bei diesem Film!
Und, außerdem, eine persönliche Bitte: Schauen Sie sich, wo auch immer, den auch sehr schönen Film "Jasper und das Limonadenkomplott" an.