James Bond

James Bond, der wohl berühmteste Geheimagent der Welt, bekämpft seit seiner Erfindung im Jahr 1952 das Böse in Form von Superschurken und Terroristen. Erschaffen wurde der elegante und stets stilsichere Spion mit der Nummer 007 von Ian Fleming zunächst als Romanheld, in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit rückte er aber durch die Verfilmungen ab den 60er Jahren.

Die wurden von den Produzenten Harry Saltzman und Albert R. Broccoli in die Wege geleitet, nachdem diese 1961 die Filmrechte gekauft hatten; der erste Film mit dem Titel „Dr. No“ kam im Jahr darauf in die Kinos. Die Ergebnisse an den Kinokassen waren dabei erstaunlich gut, was sicherlich auch an der sehr glücklichen Wahl Sean Connerys für die Besetzung des durch und durch britischen Agenten lag. Er schaffte es Coolness und Souveränität mit britischer Eleganz und Stilsicherheit derart zu vereinen, wie sie zuvor noch in keinem Kinofilm zu sehen war, und zum Markenzeichen des Doppelnull-Agenten wurde. Daneben gehören seit diesem ersten Film faszinierende Bösewichte, schnelle Autos mit allerhand Bewaffnung und Spielereien, sowie schöne Frauen zu einem jeden Film rund um James Bond.
Trotz all dieser Vorzüge und stets guten Einspielergebnissen, fand Sean Connery nach fünf Filmen keinen Gefallen mehr an der Gleichsetzung mit seinem Alter Ego, sodass für den sechsten Film („Im Geheimdienst ihrer Majestät“) George Lazenby verpflichtet wurde. Dieser konnte allerdings nicht überzeugen, weshalb die Produzenten gezwungen waren, für „Diamantenfieber“ Sean Connery durch eine hohe Gage zurückzugewinnen.Prompt kehrte zwar der Erfolg wieder, der eigensinnige Schotte wollte aber dennoch um keinen Preis ein weiteres Mal in die Rolle des James Bond schlüpfen, sodass die folgenden sieben Filme mit Roger Moore besetzt wurden. Der kam beim Publikum ähnlich gut an wie das Original und brachte zusätzlich noch eine subtile Ironie in die Filme.

Nach 12 Jahren quittierte jedoch auch er seinen Dienst beim M16, sein Nachfolger Timothy Dalton durfte lediglich in zwei Filmen vor der Kamera stehen. Pierce Brosnan brachte es danach auf immerhin vier und der aktuelle Daniel Craig ist im Jahr 2008 in seinem zweiten Abenteuer zu sehen.Neben diesen insgesamt 22 Filmen, die von Saltzman und Broccoli bzw. dessen Erben produziert wurden, gibt es noch drei weitere Filme, die jedoch nicht als Teil des Kanons gelten. Der bekannteste davon ist zweifelsohne „Sag niemals nie“ aus dem Jahr 1983, der im Wesentlichen eine Neuverfilmung des alten „Feuerball“ von 1965 darstellt und für den Sean Connery zum wirklich allerletzten Mal in seine Paraderolle schlüpfte, hauptsächlich um seine alten Produzenten zu verärgern.