Clint Eastwood

1930 in San Francisco geboren, wurde Clint Eastwood durch seine Darstellung wortkarger, raubeiniger Western- und Actionhelden, die in Filmen wie Sergio Leones Dollar-Triologie oder Dirty Harry oftmals das Gesetz in die eigene Hand nehmen, zum Maßstab solcher Charaktere. Daneben konnte er auch zahlreiche Erfolge als Regisseur feiern.

Nach einer unruhigen Kindheit zur Zeit der großen Depression und einem abgebrochenen College-Studium, arbeitete Eastwood zunächst Holzfäller, Heizer, Tankwart und Lagerist, bis er 1951 schließlich von der Armee eingezogen wurde. Dort machte er auch die Bekanntschaft von David Janssen, dem späteren Hauptdarsteller der Serie „Auf der Flucht“, der ihm empfahl, sich doch einmal als Schauspieler in Hollywood zu versuchen.

Trotz eines Vertrages bei Universal Pictures, inklusive Schauspielunterricht und einiger Kleinstrollen in Filmen wie „Die Rache des Ungeheuers“ und „Tarantula“ im Jahr 1955, sowie einigen Fernsehrollen, kam Clint Eastwoods Karriere noch nicht wirklich in Schwung. 1957 blieb ihm eine Vertragsverlängerung versagt, weshalb er wieder als Schwimmlehrer arbeiten musste. Erst zwei Jahre hatte er schließlich beim Fernsehen in der Western-Serie „Tausend Meilen Staub“ Erfolg und spielte dort bis 1965 in 217 Folgen mit.

Der Durchbruch auf der Leinwand gelang Clint Eastwood 1964 in Sergio Leones Italo-Western „Für eine Handvoll Dollar“. Aufgrund des sehr begrenzten Budgets konnte Leone sich keinen etablierten Hollywood-Star leisten, und so bekam der Fernsehschauspieler die Hauptrolle des namenlosen Revolverhelden, der zwei im Clinch liegende Clans gegeneinander ausspielt.
Im Jahr darauf kam der Nachfolger „Für ein paar Dollar mehr“ in die Kinos und 1966 schließlich der als der beste Western aller Zeiten angesehene „Zwei glorreiche Halunken“. Bindeglied dieser drei Filme der „Dollar-Trilogie“ ist der von Eastwood unrasiert und lässig mit einem Poncho bekleidet verkörperte Revolverheld und Kopfgeldjäger, der seinen Darsteller zur Ikone der damaligen Zeit machte.

Trotz des riesigen Erfolges der Dollar Trilogie, galt das Verhältnis zwischen Eastwood und Leone nach deren letzen Teil als zerrüttet, weshalb Eastwood auch nicht mehr in „Spiel mir das Lied vom Tod“ zu sehen war.

Stattdessen trat er in den Jahren danach in diversen Hollywood-Western in Erscheinung, bis er 1971 als knallharter Polizist in „Dirty Harry“ für Furore sorgte, endgültig zum Superstar avancierte, und dabei im Laufe der fünf Filme eine weitere Kultfigur etablierte. Daneben war Eastwood in den 70er und 80er Jahren in einer Vielzahl von Western, Actionfilmen und Thrillern zu sehen, bei denen er Teilweise auch selbst Regie führte.

1992 feierte sein Spät-Western „Erbarmungslos“ einen überragenden Erfolg, sowohl an den Kinokassen als auch bei den Kritikern und Eastwood bekam zwei Oscars für die beste Regie und den besten Film.

Seitdem führte er in allen Filmen, in denen er mitspielte, auch selbst Regie und erweitere sein Repertoire mit „Die Brücken am Fluss“ und „Space Cowboys“ um Liebesfilme und Komödien.
2004 brachte "Million Dollar Baby" nicht nur Clint Eastwood zwei Oscars als Regisseur und Produzent ein, sondern auch Hillary Swank den der besten Hauptdarstellerin und Morgan Freeman den des besten Nebendarstellers.

Das bisher letzte Großprojekt Eastwoods waren die Filme „Letters from Iwo Jima“ und „Flags of our Fathers“, im Jahr 2006, die die Geschehnisse einer Schlacht um eine Pazifikinsel einmal aus japanischer und einmal aus amerikanischer Sicht beschreiben. Dabei wirkte er jedoch nur als Regisseur und nicht mehr als Schauspieler mit.

Auch für die Zukunft kündigte er weitere Regiearbeiten an.
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