Sir Sean Connery

Der schottische Schauspieler Sir Sean Connery wurde 1930 in Edinburgh geboren und erlangte als erster Darsteller James Bonds, des legendären Geheimagenten ihrer Majestät, weltweite Berühmtheit. Für viele gilt er noch heute als der einzig wahre James Bond.

Nach einer ärmlichen Kindheit und einer kurzen Zeit bei der Royal Navy, sowie diversen Gelegenheitsarbeiten, entdeckte Sean Connery in den späten 40er Jahren das Bodybuilding für sich. Das machte ihn zum einem der gefragtesten Aktmodelle am Edinburgh College of Art zu jener Zeit, brachte ihm einige Werbeaufnahmen und 1950 sogar den Titel des schottischen Meisters und den dritten Platz bei Mr. Universum ein. Von größter Bedeutung war jedoch, dass er den Sport auch als Sprungbrett auf die Leinwand nutzen konnte.

Nach kleineren Rollen auf Bühnen und im Fernsehen war er 1957 in „Die blinde Spinne“ das erste Mal im Kino zu sehen, die erste profilierte Rolle folgte im Jahr darauf in „Another Time, another Place“. Lediglich kurz waren hingegen seine Auftritte im aufwändigen Kriegsfilm „Der längste Tag“ im Jahr 1962.

Zu dieser Zeit waren auch die Produzenten Albert R. Broccoli und Harry Saltzman auf der Suche nach einer Besetzung für die Rolle des James Bond, wobei ihre Wahl eher zufällig auf den unbekannten Sean Connery fiel. Für diesen bedeutete der Erfolg von „James Bond 007 jagt Dr. No“ noch im selben Jahr den Durchbruch, die in den beiden Jahren darauf folgenden Filme „James Bond 007 - Liebesgrüße aus Moskau“ und „James Bond 007 - Goldfinger“ etablierten den stilsicheren und stets kultivierten Agenten als Kultfigur.
Auch die beiden nachfolgenden Teile „James Bond 007 - Feuerball“ und „James Bond 007 - Man lebt nur zweimal“ waren sehr erfolgreich, dennoch wurde Connery zunehmend unzufrieden mit seiner Rolle als Spion.

Allerdings konnte er sich seine eigenen Popularität nicht als Erfolgsgaranten für Ausflüge in andere Filme zu Nutze machen, weshalb der Thriller „Marine“ von Alfred Hitchcock und auch „Ein Haufen voller toller Hunde“ von Sidney Lumet, trotz guter Kritiken, nicht an die Ergebnisse der Bond-Filme heran kamen. 1969 folgte nach Connerys Weigerung mit „James Bond 007 - Im Geheimdienst Ihrer Majestät“ der erste James Bond ohne ihn, der jedoch an den Kinokassen verschmäht wurde, weshalb die Produzenten für „James Bond 007 - Diamantenfieber“ ihr altes Zugpferd ein letztes Mal überreden konnten.

In den 70er Jahren drehte Sean Connery eine Vielzahl von Filmen, die auf sehr gemischte Resonanz stießen. Zu den bekanntesten jener Zeit zählen wohl „Die Brücke von Arnheim“ und „Der große Eisenbahnraub“. Mangels anderer kommerzieller Erfolge und aus Rache an den Produzenten, besetzte er 1983 in „James Bond 007 - Sag niemals nie“ zum allerletzten Mal die Rolle des Spions ihrer Majestät, allerdings in einem außerhalb der Reihe und in direkter Konkurrenz zu „James Bond 007 - Octopussy“, dem offiziellen Bond dieses Jahres, produzierten Film.

Damit fand er auch auf die Erfolgsspur zurück, „Highlander“, „Der Name der Rose“ und „Die Unbestechlichen “ gelten heute als Klassiker und letzterer brachte ihm 1987 sogar den Oscar als bester Nebendarsteller ein. Seine Darstellung des weltfremden Vaters in „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ gilt ebenfalls als legendär.

Auch in den 90er Jahren war Connery sehr aktiv und konnte erneut große Erfolge mit Filmen wie „Jagd auf Roter Oktober“, „Die Wiege der Sonne“, „Der 1. Ritter“ und „The Rock“ feiern. Mit Beginn des neuen Jahrtausends zog er sich dann jedoch mehr zurück, 2005 verkündete er in den Ruhestand zu gehen.

Dies bezog er jedoch nur auf seine Karriere als Schauspieler, politisch Kämpft er nach wie vor für die Unabhängigkeit Schottlands von Großbritannien.
Dieser Text steht unter der Lizenz Creative Commons BY-SA. Der Text kann unter Angabe des Autors und zu gleichen Bedingungen bearbeitet und verbreitet werden (Zusammenfassung).

Kommentare zu Sir Sean Connery

Bisher ist leider kein Kommentar vorhanden!